Geschichte des Friedhofes

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* Juli 1941: Mit dem Beginn des Angriffs auf die Sowjetunion, fielen auch die ersten Soldaten der Wehrmacht an der Eismeerfront. Zuerst erfolgte die Bestattung der Gefallenen in Feldgräbern auf den Schlachtfeldern oder H.V.Pl.. Die Anfänge des Friedhof Parkkina-Petsamo könnte als Lazarettfriedhof, des in Parkkina stationierten Feldlazaretts liegen. 

* Bereits im August 1941 wurde der Friedhof in Parkkina als "Ehrenfriedhof des Gebirgskorps Norwegen" ausgewählt, und die Gefallenen der Eismeerfront auf diesem Bestattet. In den folgenden Kriegsjahren wurden viele der Feldgräber aufgelassen, die Gefallenen exhumiert und nach Parkkina-Petsamo umgebettet. 

*Bis Oktober 1944 wurden in Parkkina-Petsamo 5659 Soldaten des Heeres, 158 der Luftwaffe, 64 der Kriegsmarine und 116 unbekannte Tote bestattet, was eine Gesamtanzahl von 5997 bestatteten Gefallenen entspricht. 

*Nachdem in der Nacht zum 15. Oktober 1944, sowjetische Truppen Petsamo eroberten, wurde der Friedhof, laut der Divisionschronik der 2.GebDiv, "Es war ein Edelweiß", durch sowjetische Panzer eingeebnet. Das Gelände lag in der Sowjetzeit brach, und wurde als Lagerfläche für die Nordflotte verwendet. 

Errichtung einer Gedenkstätte und Sicherung durch den VdK

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*Nach dem Zerfall der Sowjetunion, konnte sich das "Kuratorium Gefallenengedenkstätte Parkkina-Petschenga" gründen. Es gründete sich aus ehemaligen Soldaten, die an der Eismeerfront kämpften, und ein würdiges Andenken schaffen wollten, für ihre Kameraden die in Parkkina-Petsamo bestattet sind. 

*Am 20.August 1994 konnte die Gedenkstätte, auf dem ehemaligen Soldatenfriedhof, eingeweiht werden. 

* Zur Jahrtausendwende konnte der Volksbund Kriegsgräberführsorge das Gelände des ehemaligen Friedhofs sichern und ausbauen. Der Ausbau endete im August 2000, und die namentliche Kennzeichnung der hier bestatteten wurde 2001, mit 23 Granitstelen abgeschlossen. 

*Der Friedhof wurde am 25. August 2000 eingeweiht. Es wurden bis dato 126 Gefallene nach Parkkina-Petsamo umgebettet. 

Sonderfriedhof Petsamo

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* Für Selbstmörder und zum Tode verurteilte Soldaten wurde ein eigener Friedhof errichtet, da sie nicht auf einem "Heldenfriedhof" bestattet werden dürfen. 

* Dieser "Solderfriedhof Petsamo" lag in Parkkina, am Ostufer des Petsamojokki, 2,3 Km nördlich der Prinz-Eugenbrücke an der Straße nach Porovaara. 

* Laut Bericht des evangelischen Divisionspfarrer der 6.GebDiv, wurden die Selbstmörder, ohne Mitwirken eines Geistlichen auf dem Sonderfriedhof bestattet. 

* Bis Oktober 1944 wurden auf dem "Solderfriedhof Petsamo", 81 Personen bestattet. 

Frühe Fotoaufnahmen (Winter 1941/42)

Ein frühes Foto des Friedhofes. Man erkennt noch die nicht einheitlichen Grabkreuze, die je nach Einheit unterschiedlich waren. 

Hier eine der ersten Grabreihen auf dem Friedhof. Diese Form der Grabkreuze wurde vom M.G.Btl. 4, auf den Gräbern ihrer Kameraden errichtet. 

Eine Detailaufnahme von einem Grabkreuz des M.G.Btl. 4. 

Obergefreiter Emil Jung, 3./M.G.Btl.4
geb.: 05.09.1915, Mannheim
gef.: 02.08.1941, Höhengelände südw. Punkt 262, 
etwa 3km nordostw. Sapad Liza

Wiederum ein frühes Foto, Blickrichtung Südosten. 

Am südlichen Ende des Friedhofes, man erkennt die Prinz-Eugen-Brücke über den Petsamojokki. Aufnahme im Winter 1941/42.

Schlichte Birkenkreuze.