Zeitgenössische Aufnahmen des Friedhofes
Durch jahrelange Recherche konnte ich ein Archiv an Fotos des Friedhofs aufbauen, die hier vorgestellt werden.
Gräber auf dem Friedhof Parkkina-Petsamo
Die erste Grabreihe vor dem Denkmal.
Geisler Karl, Oberschütze, 5./GJR 136
*26.11.1911, Gerlos
+03.09.1941, ca. 4km ostw. Sapad-Liza
Lechner Ferdinand, Gefreiter, 3./GJR 136
*18.09.1921, Mayerhofen
+08.04.1942, 2 km südöstl. Schauvrecz-See, Lannavaara
Hauser Franz, Gefreiter, St./Geb.Pi.Btl.82
*02.01.1912, Zell am Ziller
+12.05.1942, Herzogstein
Heramhof Peter, Gefreiter, 4./GAR 112
*24.10.1915, Zell am Ziller
+11.07.1941, F.St. 4.Battr. Lizaübergang
Fromm Josef, Gefreiter, 3./GAR 112
*21.10.1913, Mooskirchen
+14.07.1941, 4km v. Fluss Liza
Staller Siegfried, Gefreiter, 3./GJR 136
*31.05.1918, Kaltenbach
+20.07.1941, Höhe 23,9 Sapadnaja-Liza
Unterberger Josef, Obergefreiter, 3./G.Pi.Btl.82
*05.04.1914, Schwendau
+10.05.1942, Höhe 180 Seeenge
Das Grab eines unbekannten Soldaten, daneben ruht:
Düster Haas (Johannes), Obergefreiter, 1./GJR 136
*19.02.1917, Wunschendorf
+11.08.1941, Rot-Grün-Höhe
Das Grab eines unbekannten Deutschen Soldaten.
Eder Erich, Gefreiter, 6./GJR 141
*13.01.1920, Schwendberg
+ 09.05.1942, Lizafront
Langer Othmar, Leutnant, 13./GJR143
*06.11.1908, Brünn
+16.05.1942, Hausberg-Eismeerfront (H.V.Pl.Geb.San.Kp 2/91 mot. Winkelsee)
Bereitter Edwin, Leutnant, I./GJR 136, Bataillons-Adjutant
*26.04.1914, Algund
+05.05.1942, Titowka-Liza
Janisch, Karl-Heinz, Gefreiter, 6./Mar.Art.Abt.513
Aulich Reinhold Paul August Heinrich, Marine Ober-Maat, 1./Mar.Art.Abt.517
*14.01.1912, Hagenburg
+01.06.1943, Feldlaz. 67m Parkkina
Wiemar Hans, Obergefreiter, 2./MG.Btl.13
*14.01.1920, Dasbach
+03.06.1943, Feldlaz. mot 67 Parkkina
Varianten von Grabkreuzen
Hier ein Grabkreuz eines Angehörigen der 3./Bau-Bataillon 405. Man erkennt auch sehr gut die runde Metallplakette, auf der die Grabnummerierung angebracht wurde.
Hier wiederum ein schlichtes Birkenkreuz, dieses Mal aber mit zwei Dachbretter.
Kneisl Josef, Gefreiter, 1./G.Pi.Btl.91
*24.04.1910, Längenfeld
+12.11.1941, 150m südl. Loreleyfelsen-Lizastellung
Herbert Falk, Obergefreiter
* 08.07.1915, Freiberg
+26.07.1941, Höhe 129,9 2km Sapad-Liza
Hier ein Grab aus der Anfangszeit des Friedhofes. Man erkennt wie liebevoll die Gräber zu beginn gestaltet wurden.
RAEDER Otto, Stabsobersteuermann, Kommandant Räumboot R151, 7. Räum-Flottille
*07.12.1908, Eydtkuhnen
+30.07.1941, Liinahamari
Hier ein Grab aus der Anfangszeit des Friedhofes. Man erkennt wie liebevoll die Gräber zu beginn gestaltet wurden.
Huber Alois, Gefreiter, 8./Geb.Jäg.Rgt.137
*19.02.1918, Unterhausbach
+24.07.1941, Parkkina
Hier ein schlichtes Birkenkreuz, welches zur Anfangszeit des Friedhofs verwendet wurde. Im Laufe der Kriegszeit wurden diese Kreuze durch reguläre ersetzt.
Gerber Heinz, Leutnant, 12./GJR 141
*18.02.1908, Kitzbühel
+28.10.1941, Winkelsee Höhe 278,6
Im Vordergrund zwei Birkenkreuze, dahinter das Grab vom Hauptmann Fuchs von Bimbach.
Apel Heinz, Hauptfeldwebel, GJR 137
*03.06.1913, Gera
+ 02.08.1941, 5 km nordnordostw. Sapadnaja-Liza Höhe 262,2
Ein weiterer unbekannter Hauptfeldwebel
Im Hintergrund:
Reichsfreiherr Fuchs von Bimbach und Dornheim Eitel-Heinz, Hauptmann, Geb.Pi.Btl82
*19.07.1909, Bamberg
+23.09.1941, Feldlazarett Ivalo
Kameradengräber
Bei den Umbettungsarbeiten, wo Feldgräber in der Tundra aufgelassen wurden, und die Toten nach Parkkina-Petsamo umgebettet wurden, kam es vor, dass manche Gefallenen nicht eindeutig identifiziert werden konnten. So wurden diese zusammen in einem Kameradengrab bestattet.
Diethard Valentin, Obergefreiter Tiefgraber Anton, Obergefreiter
*05.02.1910, Offlach * 03.08.1914, Thalgau
+05.11.1941, Höhe 260 +05.11.1941, Höhe 260 Lizafront
Kittinger Alois, Jäger Gapp Hermann, Jäger
*13.11.1920, Pichl *13.09.1920, Telfs
+05.11.1941, Auf Höhe 260 Eismeerfront +05.11.1941, Höhe 260 Eismeerfront
Seiffer, Jäger
(im Volksbund noch nicht gefunden)
+ zwei unbekannte deutsche Soldaten
Durch die Beschriftung erkennt man die oft zeitlich spätere Umbettung. Die Gefallenen sind am 05.11.1941 auf Höhe 260 "Gräberhügel" gefallen, und wurden am 23.02.1943 in das Grab 4.796, Reihe 73, in Parkkina-Petsamo bestattet.
Das Denkmal auf dem Friedhof
Das ursprüngliche Denkmal, befand sich am östlichen Rand des Friedhofareals.
Auf der Spitze befand sich ein, aus Holz gearbeitetes Eisernes Kreuz.
Durch dieses Foto lässt sich ungefähr abschätzen, wie groß das Denkmal war.
Die Steintafel auf halber Höhe des Denkmals trug die Inschrift: "UNSEREN KAMERADEN".
Das Denkmal wurde im Sommer 1943 errichtet.
Zu besonderen Anlässen, hier wohl dem Heldengedenktag, wurde das Denkmal adaptiert. Hier wurden zusätzlich zwei Fahnenmasten und zwei Feuerschalen aufgestellt. Die Kränze wurden von Divisionkomandeuren, dem kommandierenden General usw. gestiftet.
Gesamtaufnahmen des Friedhofareals
Ein Meer aus Grabkreuzen. Knapp 6.000 Soldaten, fanden ihre letzte Ruhestätte in Parkkina-Petsamo.
Der zentrale Weg, hin zum Denkmal.
Die Grabreihen weißen hier noch nicht die betonierte Einfriedung auf.
Hier sind bereits die Grabreihen mit Betonblöcken eingefriedet.
Eine neue Grabreihe erhält die Betoneinfriedung.
Am Anfang und Ende jeder Grabreihe befand sich ein Schild mit der Nummerierung der Reihe und den sich in dieser Reihe befindlichen Gräber. Dies sollte es einfacher machen ein bestimmtes Grab zu finden.
Endlos erscheinen die Reihen der Grabkreuze.
Eine Aufnahme aus dem Jahr 1943.
Hier erkennt man schön das sandige Gelände, auf dem der Friedhof, auf einer Landzunge des Petsamojokki errichtet wurde.
Auch im Polarwinter wurde der Friedhof betreut.
Der Friedhof im Winterkleid.
Inmitten der Gräber.
Ein Gebirgsjäger besucht das Grab eines Kameraden.
Totengedenken auf dem Friedhof
Eine Ehrenformation ist zum "Heldengedenken" angetreten.
Georg Ritter von Hengl am Friedhof in Parkkina-Petsamo.
Zwei Feuerschalen stehen neben dem Denkmal bereit.
Eine Ehrenformation ist zum "Heldengedenken" angetreten.
Das Eingangsportal zum Friedhof.
Antreten der Ehrenformation, vor dem Denkmal des Friedhofs Parkkina-Petsamo.
Links ist ein Lautsprecher zu sehen, der für die Gedenkveranstaltung aufgestellt wurde.
Arbeiten auf dem Friedhof
Russische Kriegsgefangene oder Hilfswillige beim betonieren der Randsteine, für die Einfassung der Grabreihen.
Hier erkennt man schön die betonierte Einfassung für die Grabreihen.
Russische Kriegsgefangene am Birkenzaun, der den Friedhof eingrenzte.
Das Friedhofsgelände, vorne erkennt man den Erdaushub der Gräber und im Hintergrund fährt ein Pferdefuhrwerk.
Hier erkennt man im Vordergrund eine bereits geöffnete Grabreihe, vorbereitet um neue Gefallene aufzunehmen.
Eine bereits geöffnete Grabreihe. Gut zu erkennen ist eine ungefähr mannshohe Tiefe der Gräber. Rechts im Bild der Erdaushub, des sandigen Bodens. Links, vor den bereits bestehenden Gräbern, liegen Steine, die beim Aushub gefunden wurden, und gesondert beiseite geschafft werden. (Aufnahme Sommer 1943)
Generalmajor Friedrich Kammel
Generalmajor Friedrich Kammel, Artillerie-Kommandeur 127, war der hochrangigste Tote, welcher auf dem Friedhof Parkkina-Petsamo bestattet wurde. Geboren wurde Friedrich Kammel am 26.04.1886 in Bensen/Böhmen, er beging am 28.04.1942 in Parkkina Suizid.
Ritterkreuzträger Albert Brunner
Die DRK-Schwester Gertrud Zeiler am Grab des Ritterkreuzträgers Oberfeldwebel Albert Brunner.
Albert Brunner, Oberfeldwebel
6.Staffel, II./Jagdgeschwader 5
geb.: 17.07.1918 in Dörtel
gef.: 07.05.1943, durch Fallschirmabsprung aus zu geringer Höhe, 2 km südwestlich Großvenediger.
Das Ritterkreuz wurde ihm posthum, am 03.07.1943 verliehen.
Der Weg eines Grabfotos
Leutnant Wilhelm Hallasch, geb. : 26.06.1919 in Salzburg, fiel am 08.07.1941 an der Sapadnaja-Liza.
Er wurde am Ehrenfriedhofs des Gebirgskorps Norwegen, in Parkkina-Petsamo bestattet.
Mitte Juni 1944 erhält der Vater von Wilhelm Hallasch einen Brief mit zwei Grabfotos seines Sohnes.
Der Brief und die Fotos stammten von der 3./ Gebirgsjäger-Regiment 137.
Besuch einer DRK-Schwester auf dem Friedhof
Die DRK-Schwester Gertrud Zeiler auf dem Friedhof Parkkina-Petsamo (um 1943).
Die DRK-Schwester Gertrud Zeiler auf dem Friedhof Parkkina-Petsamo (um 1943).
Die DRK-Schwester Gertrud Zeiler auf dem Friedhof Parkkina-Petsamo (um 1943).
Gertrud Zeiler schmückt das Grab des Jagdfliegers Otto CASPAR.
Otto CASPAR, Unteroffizier
6. Staffel, II./ Jagdgeschwader 5
geb.: 04.10.1921 in Altenwald
gef.: 16.09.1943 im Feldlazarett 680 in Samlmijärvi
Feldgräber in der Tundra
Feldgräber von Arbeitsmännern an der Russenstraße, darunter:
Ulreich Franz, Arbeitsmann
*22.01.1922, Wiesfleck
+15.07.1941, An der Russenstraße Petsamo-Murmansk
Feldgräber am Titowkalager, die oben genannten Gefallenen wurden laut Volksbund nach Parkkina-Petsamo umgebettet.
Erwin von Kahlen, Leutnant, 13./GJR 136
*20.10.1921, Innsbruck
+07.07.1941, Titowka
Galehr Reinhold, Obergefreiter
*03.09.1917, Bludenz
+05.07.1941, H.V.Pl. Russenlager Titowkalager
Carl von Bremen, Sonderführer, Leutnant der Marineartillerie
*08.05.1905, Wosel/Estland
+18.07.1941, Fischerhallbinsel
Feldgrab von Sonderführer von Bremen auf der Fischerhalbinsel. Später wurde er auf den Heldenfriedhof Parkkina-Petsamo umgebettet.